LEGENDEN

BESCHREIBUNG

"Der Teufel mit der Geige !
Damals gab es im Ort von « La Maix », da wo sich heute der See befindet, eine breite Waldlichtung, die in ihrem Zentrum mit einem wunderschönen Baum geschmückt war. Seine alten Wurzeln umfassten die Tiefe der Erde und seine Äste erhoben sich, um dem unendlichen Himmel zu umarmen. Am Waldrand, ein bisschen in der Höhe, befand sich in einer kleinen Kapelle eine schöne Statue der Heiligen Jungfrau Maria. Im Frühling, brachte man ihr Blumensträuße und bat man sie um Regen-Segen, wenn den Sommer zu trocken war.
Jedes Jahr, Am Dreifaltigkeitssonntag, gedachte eine Wallfahrt der Gründung dieser Ermitage. Man kam hier von allen Nachbartälern. Leute aus der Salm-Grafschaft, aus dem Ban de la Roche, und aus der Donon-Gegend, alle trafen sich vor de ersten Morgenlicht und bildeten eine große Prozession.
Mit Lobgesängen liefen die Pilger bis zu La Maix, wo der Eremit auf sie wartete, um die Messe zu feiern. Sobald diese fertig war, machten die Gebete dem Fest Platz und man tanzte in der Waldlichtung, man traf sich im Schatten der Tannen mit seinen Freunde zum Mittagessen, um zu diskutieren, um zu lachen und um sich die letzten Ereignisse des Dorfes zu erzählen. Öfters profitierten die jungen Leute von dieser Gelegenheit, um sich zu entdecken, um Anklang zu finden und um die zukünftigen Hochzeiten vorzubereiten. Gegen Abend, während der Vesper endete der Tag mit einer neuen religiöse Feier und jeder ging wieder zu sich nach Hause während das Abend Licht sich langsam verbreitete und die Ruhe wieder im Wald einkehrte.
Dieses Jahr, nach der Prozession, schien die Messe für die versammelte Pilger sehr lang zu sein. Sie verliessen die Umgebung der Kapelle mit einer gewissen Erleichterung, um in die Waldlichtung einzutreten. Man hatte einige Flaschen von einem sehr guten Wein geöffnet, die speziell für die Gelegenheit ausgewählt worden ist. Die Verliebten profitierten von der Unaufmerksamkeit ihrer Eltern um sich zu treffen. Die Querpfeifen- und Geigenspieler stimmten ihre Instrumente und abseits beobachtete den Eremit das Geschehen mit einem großmütigen Lächeln.
Als man anfing zu tanzen, hörte man plötzlich eine faszinierende Melodie, die sich mit der der Dorfmusikanten vermischte. Es war das starke und lebhafte Lied einer Geige, auf der man mit einer unglaublichen Virtuosität spielte. Es war mit nichts zu vergleichen, was die Leute aus Salm oder Ban de la Roche bis dahin gehört hatten und bald verstummten alle anderen Instrumente, um diese Geige zu hören.
Der Geigenspieler hörte auf und sprach sein Publikum mit einem bezaubernden Lächeln an. Trotz der Einfachheit seiner Kleider, fast arm, hatte er die natürliche Eleganz und die Noblesse eines Königs. Eine unbändige Flamme tanzte in seinen Augen, voller Geheimnis und Ironie und seine feinen Züge waren die eines geheimnisvollenPrinzen. Ein Herr unter Vagabunden und Minnesängern. Das Gesicht eines Engels, das jedoch von jahrelangen Kämpfen verhärtet war, gefährlich und attraktiv… Niemand wusste wer er war aber niemand staunte über seine Präsenz.
Er verbeugte sich vor denjenigen, die ihn beobachteten, mit Anmut und Höflichkeit aber auch etwas mokant, schloss die Augen und fing wieder an zu spielen.

Die Musik erhob sich in einem Wirbel, unwiderstehlich, und nahm die Pilger in einem berauschenden Farandole-Tanz um den großen Baum mit. Sie herumwirbelte Stundenlang und vergaßen ihre Müdigkeit, von der Musik des Fremde fasziniert.
Zur Abendmesse, klingelten die Glocken um sie zum Gebet rufen. Ein Augenblick hörten die Pilger auf zu tanzen um auf dem Ruf zu antworten aber der Geige Spieler fing an eine noch schönere Melodie zu spielen und alle gaben sich auf sie zu, in einem immer schnelleren Tanz.
Der Eremit, wundert über ihre Abwesenheit, klingelte die Glocke nochmals aber die Tänzer hörte diese nicht mehr. Sie lachten, von Musik und Schwindel betrunken. Keiner merkte, dass den Boden unter deren Füssen langsam zusammen brach und, dass den Baum zitterte wie einen Turm, den gegen dem Sturm kämpfte. Keiner sah das Lächeln des Geigenspielers grausam werden.
Die Glocke klingelte, die Geige spielte und die Pilger tanzten weiter.
Schließlich wurde die Glocke still. Der Geige Spieler spielte nicht mehr. Innerhalb eines Herzschlages wurde alles in der Stille gehängt.
Es gab einen großen Lärm. Die Äste in Richtung des Himmels, Aller letzte Flehen, spaltete sich den Baum als, ob er vom Blitz betroffen worden wäre. Die Waldlichtung brach zusammen und nahm mit sich die Tänzer in der Tiefe der Erde mit. Grundwässer entsprangen und bedeckten den Abgrund. So entstand der aktuellen Maix See.
Der Musikant war verschwunden. Seine Geige hatte er gegen einen Fels zerschlagen, deren Teilchen sich in einem Funken-Wirbel entzündeten.
Aus den Seetiefen, gingen die Rufe und Klage der Pilger wieder hoch, die für immer die Gefangenen dieses irrsingen Tanz sein werden. Da erhob sich ein mokantes und triumphales Lachen, ein knarrender und ungesunder Klang. Der zitternde Eremit, der für die Rettung der gottverdammten Tänzer in der Kapelle betete, wusste dass, es das seltsame Lachen des Geige Spielers war. Das Lachen des Teufels. "

Verkehrsamt

18 place Dom Calmet
88210 SENONES

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Montag bis Samstag von 9 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 17.30 Uhr. Sonntag und Feiertage von 10 Uhr bis 12 Uhr.

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